Im Hause Luther – Gesprächskonzert

Samstag, 28. Oktober 2017, Erlöserkirche Bad Soden

Im Hause Luther –
Musikalischer Einblick in die Reformation
Konzert mit Werken Luthers und seiner Zeitgenossen

Photo: Manuela Weitz

In der evangelischen Erlöserkirche fand ein Gesprächskonzert mit Musik und Texten zum Leben und Wirken des großen Reformators statt. Denn nicht nur mit Worten wurde damals die Erneuerung der Kirche vorangetrieben: „Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes, sie vertreibt den Teufel und macht die Menschen fröhlich“, so beschrieb Martin Luther, selbst ein geübter Sängermund Lautenspieler, ihre Bedeutung für die protestantischem Tradition. Mit der Möglichkeit für die Menschen, im Gottesdienst selbst mitzusingen, entwickelte sich die Musik zu „einer der schärfsten Waffen der Reformation“, sagte Pfarrerin Annette Reidt in ihrer Lesung. Diese Wirkung durften die Besucher sogleich auch selbst erfahren. Der Flötenspielkreis der Kirchengemeinde hatte gemeinsam mit befreundeten Musikern ein Programm ausgearbeitet, in dem Werke aus der Zeit der Reformation vorgestellt wurden und zu einer genussvollen musikalischen Zeitreise einluden. Natürlich durften dabei auch die Texte Luthers nicht fehlen, der für zahlreiche heute noch gebräuchliche Kirchenlieder Worte und Melodien fand: „Ein feste Burg ist unser Gott“ ist dabei sicher das bekannteste Werk und wurde von den Musikern in anrührender Weise vorgetragen. Auch andere Komponisten und Zeitgenossen Luthers, die zum Teil gemeinsam mit ihm in der Zeit der Reformation Lieder zu Ehren Gottes schufen, wurden mit ihren Werken vorgestellt: Johann Walter, der „Urkantor“, Hans Kugelmann, Lucas Osiander, Heinrich Finck und Ludwig Senfl, ein Duzfreund Martin Luthers – sie alle trugen mit ihrem musikalischen Schaffen dazu bei, den Protestantismus zu verbreiten – das Singen wurde zum Markenzeichen der Reformation. Auch in der Erlöserkirche wurde den Besuchern Gelegenheit gegeben, zu den anrührenden Klängen der Musiker zu singen, was viele auch gern taten. Zwischen den einzelnen Musikstücken wurden große und kleine Begebenheiten aus dem Leben des Reformators Martin Luther zitiert. „Gesagtes und ungesagt Gebliebenes“ wurde vorgetragen von Ulrike Reichenbach, Martin Bischoff und Annette Reidt. Und so erlaubten sie interessante und manchmal auch amüsante Einblicke in die aufregende Zeit der Reformation vor 500 Jahren.

Mitwirkende:
Sopran: Ann-Christin Wolf,
Tenor: Andre Kraushaar
Flötenspielkreis der Kirchengemeinde.
Sprecher:  Ulrike Reichenbach, Martin Bischof, Annette Reidt

Von: Manula Weitz,
veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Kinzigtal Nachrichten