Rückblick: Erntedankgottesdienst

Sehnsucht nach Fülle des Lebens
Unsere Kirchengemeinde feierte Enterdank im Spessartforum Bad Soden-Salmünster.

(Foto A.Reidt, Text J. Parthey)

Zahlreiche Besucher waren der Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Soden-Salmünster in das Spessart Forum gefolgt, um gemeinsam Erntedank zu feiern. Der Wunsch, vielen Menschen den Gottesdienstbesuch zu ermöglichen, und die gleichzeitige Notwendigkeit, Hygiene- und Abstandregeln zum Schutz vor dem Coronavirus einzuhalten, biete auch Gelegenheit, verschiedene Orte der Gemeinde kennenzulernen, erklärte Pfarrerin Reidt.  

Weiter sagte sie, in ihrer Sehnsucht nach der Fülle des Lebens mit all seinen Möglichkeiten seien die Menschen der Welt vereint. Die Frage, was nötig sei, um gut zu leben, stelle sich ihnen immer wieder neu.

Unterstützt von vier Mitgliedern des Kirchenvorstandes und einer Konfirmandin stellte die Pfarrerin der Gemeinde die Ergebnisse einer Umfrage vor, die diese Frage stellte. Eine Gruppe Jugendlicher aus Ägypten, eine Frau aus Deutschland, ein Mann aus Bolivien und zwei Stimmen aus Brasilien fanden ganz unterschiedliche Antworten. Pfarrerin Reidt machte deutlich, dass auch der Predigttext des Sonntags, Verse aus dem Buch des Propheten Micha, eine Antwort geben könne: Im steten Versuch, Gottes Wort zu halten, Liebe zu leben und Demut zu üben, gelinge ein gutes Leben.  Gottes Zusage „Ich habe dich eingeladen, soweit die Erde reicht“ gelte allen Menschen. 

Ann-Christin Wolf (Gesang) und Johanna Tierling-Kinzel (Klavier) gestalteten die Musik des Gottesdienstes abwechslungsreich. Lob und Dank für die Schöpfung fanden so in vielfältiger Weise Ausdruck. Neben den Kirchenliedern „Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit“ und „Wir pflügen und wir streuen“, die an diesem Festtag traditionell gesungen werden, waren auch der zeitgenössische Lobpreis „What feast of love“ und der Popsong „You raise me up“ des norwegischen Komponisten Rolf Løvland zu hören.

Die Konfirmandengruppe, Gemeindeglieder und REWE in Bad Soden-Salmünster hatten die Erntegaben gestiftet, mit denen Küster und Gemeindeglieder einem schönen Dankaltar gestalteten. Nach dem Gottesdienst wurden die Lebensmittel der Tafel im Bergwinkel übergeben.