TelefonSeelsorge

Rückblick: Sonntag 05.05.2019

Am Sonntag, den 5. Mai 2019 gestaltete der Forderkeis der ökumenischen Telefonseelsorge Hanau die Gottesdienste in Bad Soden und Salmünster mit.

Förderkreis TelefonSeelsorge im Gottesdienst in Bad Soden.

Vorstellung der TelefonSeelsorge / Förderkreis Hanau / Main-Kinzig

Menschen brauchen tragfähige und verlässliche Beziehungen in ihrem Leben. Das Gefühl allein oder isoliert zu sein wird vielfach als sozialer Schmerz empfunden. In der heutigen Zeit leiden Menschen aller Altersgruppen und aus den verschiedensten Lebensbereichen unter Einsamkeit. Die TelefonSeelsorge bietet hier eine schnelle, leicht erreichbare emotionale Unterstützung. Sie kann einsamen Menschen helfen, Kontakte und Beziehungen aufzubauen.

Vor über 60 Jahren wurde die erste deutsche TelefonSeelsorgestelle in Berlin gegründet. Die TelefonSeelsorge ist heute für jeden unter der Nummer 0800- 1110111 kostenfrei zu erreichen. Aktuell gibt es in ganz Deutschland über 100 eigenständige TelefonSeelsorgestellen mit über 8000 Mitarbeitern, größtenteils ehrenamtlich.Genau 20 Jahre später, da setzten sich in Hanau katholische und protestantische Christen zusammen und gründeten die „Ökumenische TelefonSeelsorge Main-Kinzig“. Derzeit arbeiten hier 78 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um die Uhr, ohne dass die Öffentlichkeit dies mit bekommt. Aus gutem Grund wird ja die Anonymität auf beiden Seiten des Telefons hundertprozentig garantiert. Das ist auch absolut wichtig! Viele Anrufer können nur so, unerkannt, überhaupt über ihre Probleme reden. Der Mitarbeiter am Telefon weiß vorher nie, wer da jetzt anruft. Er ist bei jedem Klingeln des Telefons absolut hellwach und aufmerksam. Feinfühlig und hoch konzentriert versucht er, zu jedem Anrufer mit seinen vielfältigen Sorgen und Nöten in Beziehung zu treten.Wenn das Telefongespräch dann beendet ist, ist nicht nur der Anrufer, sondern auch der Mitarbeiter wieder allein. Sie arbeiten ehrenamtlich! Sie erhalten kein Geld für ihre Arbeit. Sie finden in der Öffentlichkeit so gut wie keine Anerkennung. Was sind das für Menschen? Was qualifiziert sie für diese hochwertige Arbeit? Nun, bevor sie das erste Mal ans Telefon gehen erhalten Sie eine umfangreiche Ausbildung. Diese geht über ein ganzes Jahr und besteht aus wöchentlichen Sitzungen sowie zwei Wochenendseminaren. Neue Problemfelder in unserer Gesellschaft erfordern es, dass sich die Mitarbeiter darüber hinaus permanent weiterbilden. Darüber hinaus ist jeder Mitarbeiter Teil einer Supervisionsgruppe, die sich regelmäßig trifft und von qualifizierten Mentoren geleitet werden. Ausbildung, permanente Supervision und permanente Weiterbildung der Mitarbeiter! Das alles bekommt man nicht umsonst. Das kostet Geld.Etwa ein Viertel des Haushalts der TelefonSeelsorge muss durch Spenden gedeckt werden. Hier leistet der Förderkreis einen erheblichen Anteil, um diese Lücke zu schließen.Der Förderkreis hat sich außerdem zur Aufgabe gemacht:das Angebot der TelefonSeelsorge für die Zukunft zu sichern,
• die Qualifizierung der Ehrenamtlichen finanziell zu fördern,
• die Arbeit der TelefonSeelsorge in der Öffentlichkeit bekannt zu machen
• die Aus- und Fortbildung der Mitarbeitenden zu gewährleisten
und nicht zuletzt ihr ehrenamtliches Engagement zu würdigen!

Pressemitteilung des Förderkreises der TelefonSeelsorge Hanau / Main-Kinzig